|
CD-Critics |
Press and concerts
|
CD-Kritiken |
Presseberichte und Konzertkritiken
Minsk Music - Chamber Music from
Belarus
Wieland Ulrichs schreibt in
"Akusitik Gitarre" - Juli 2006:
Der Untertitel "Chamber Music
from Belarus" verrät, dass die fünf recht unterschiedlichen Werke aus der
letzten Diktatur Europas kommen, nähmlich aus Weissrussland, das durch eine
Partnerschaft mit dem Schweizer Kanton Aargau verbunden ist. Entsprechend
zurückhaltend sind im Heft die Zeilen über das Land: Aufweichung durch Musik?
Immerhin gibt es dort eine Gesellschaft für Zeitgenössische Musik.
Zeitgenössisch sind die hier vorgestellten Werke, nicht jedoch avantgardistisch.
Los geht es mit einem dreisätzigen Streichquartett für Flöte (Bruno Meier) und
einem Streichquartett von Valery Karetnikov (* 1940), stimmungsvoll und
farbenfroh. Die nächsten beiden Werke von Galina Gorelova (* 1951) sind
Leckerbissen für Repertoire-Sucher. "Der Star über das Haus des Glöckners" ist
ein neobarock-romantisches Trio für Flöte, Gitarre (Han Jonkers) und Cello mit
reizvollen und amüsanten Ausbrüchen in andere Klangwelten. Ebenfalls dreisätzig
ist "Tatjanas Tag" für Gitarre und Cello, mit einer gewissen Schwermut, die
vielleicht die politischen Verhältnisse spiegelt, in jedem Fall solide Kenntnis
der Instrumente verrät und verlangt. Leider ist die Aufnahmequalität nicht immer
optimal. Das Streichquartett von Sergey Beltiukov (* 1956) verarbeitet auch
folkloristische Elemente nicht ohne Witz mit Bartókscher Eigenwilligkeit und
zeigt die jungen Interpreten als wahre Meister. Dmitry Lybin (*1963) schrieb
"Sieben kleine Fantasien über ein Thema von Glinka" anlässlich des 200.
Geburtstags des russischen Komponisten Michael Glinka (1804-1857) für Flöte,
Gitarre und Streichquartett im Auftrage der Interpreten, vielleicht das
dichteste Werk des Programms, allemal eine geniale Huldigung voller Kontraste.
Den Abschluss bildet das "Poem" des Multitalents Vsevolod Gritskevich (*1947)
für Flöte, Streichtrio und Gitarre, inspiriert von einem (im Booklet
abgedruckten) Gemälde, wohl einem Symbol nationaler Identität mit allerhand
Fragezeichen. Und so schwebt diese stimmungsvolle Musik irgendwo zwischen
Klassik und Romantik mit Folklore-Elementen. Keine reine Gitarren-CD, wohl aber
ein sehr interessantes Programm von gut 68 Minuten. |
Music from the Royal Courts of Germany
Wieland Ulrichs writes in “Akustik Gitarre” – March 2003:
"Gitarrenmusik an
deutschen Fürstenhöfen” (Bayer Records) Der in Basel
lebende niederländische Gitarrist hat schon mit “A Swiss
Homage to Andrés Segovia” und “While my Guitar was
Gently Weeping” interessante Konzeptalben vorgelegt. Diesmal
reist er von Wolfenbüttel (Michael Praetorius, Gregorio Huwet)
über Kassel (Moritz Landgraf von Hessen) und Hamburg (Händel)
nach Köthen (Bach) und Brieg/Schlesien (Esaias Reusner d.j.), wo
er Höfe besucht, an denen freilich kaum Gitarre gespielt wurde
– der englische CD-Titel “Music from the Royal Courts of
Germany” ist in sofern sachlicher.
Im Wesentlichen geht es natürlich um Lautenmusik,
und Jonkers hat einige Raritäten im Programm, so die Pavane, die
das Allround-Talent Moritz Landgraf von Hessen (1572-1632) dem
großen Dowland widmete und mit einigen Lachrimae-Zitaten spickte.
Auch die Fantasie des aus Antwerpen stammenden Lautenisten Huwet und
eine Reusner-Paduana verdienen Aufmerksamkeit.
Transkriptionen? Wenn die Lautenisten nicht auf die Idee
zu solch einer interessanten und ausführlich kommentierten
Kulturreise kommen, müssen sie sich nicht wundern, wenn ein
Gitarrist in ihren Gefilden wildert. Die sieben
“Terpsichore” Tänze von Paetorius sind nicht rar, wohl
aber mit einer seltenen Brillanz gespielt. Von Händel gibt es mit
der bekannten Cembalo-Sarabande mit Variationen (à la Follia)
den Schritt ins Barock, der dann, irgendwo logisch, in Bach gipfelt.
Zunächst gibt es das als Autograph umstrittene Zweigespann
d-Moll-Präludium und a-Moll-Fuge für Laute (BWV 999/1000),
mit großer Souveränität gespielt, wenn auch nicht ohne
kleine Romantizismen. Den Abschluss bildet die 3. Cellosuite, nach
A-Dur transponiert und knackig gespielt, allerdings auch mit etlichen
Bässen angereichert, die diesem ursprünglichen Meisterwerk
der latenten Mehrstimmigkeit keinesfalls nur nützen. Dennoch:
Insgesamt ist dies eine reizvolle CD.
Serenades from the Biedermeier
Wieland Ulrichs writes in “Akustik Gitarre” – May 2003
Die Trio-Besetzung mit Flöte, Bratsche und Gitarre erreichte um
1800 in den Salons große Beliebtheit; sie veranlasste auch im 20.
Jahrhundert diverse Komponisten zu Werken, die jedoch ein Nischendasein
führen. Immerhin gab es mal ein „Diabelli-Trio“,
ansonsten lebt fast nur noch „der Schubert“, in
Wirklichkeit ein gleichnamiges Trio von Wenzel Matiegka, dem Schubert
lediglich eine Cellostimme hinzu fügte. Somit ist die vorliegende
CD schon aus Gründen des Repertoires zu würdigen.
Flötist Bruno Meier, Bratscher Nicolas Corti und Gitarrist Han
Jonkers sind darüber hinaus ein brillantes kongeniales Trio, das
den Witz der ausgewählten Werke – Spieldauer jeweils rund 20
Minuten – wohl zu präsentieren weiß. In diesen Werken
hat die Gitarre keinesfalls nur humta-humta zu spielen, die
solistischen Anforderungen sind gleichwertig verteilt, was auf ein
hohes Niveau der ursprünglichen Musikanten schließen
lässt. Den Auftakt macht das charmante Trio op.16 des der
Musikgeschichte irgendwie abhanden gekommenen Joseph Kreutzer –
selbst die Lebensdaten (1778-1832) sind nicht gesichert. Doch die drei
groß angelegten Sätze sind ein beredtes Zeugnis: das
„Phantom“ hat gelebt. – Kein Klavierschüler, der
nicht irgendwann einmal Anton Diabelli (1781-1858) im Unterricht
erlitt. Der Komponist und Musiklehrer machte sich vor allem als
Musikverleger in Wien einen Namen, weshalb man angesichts der
zweifellos kommerziell ausgerichteten Gebrauchsmusik in seinem Oeuvre
gerne übersieht, dass Diabelli Einiges mit Niveau für die
Gitarre geschrieben hat. Hier hören wir in der genannten
Triobesetzung die Serenaden Op.95 und 105, zweifellos die bekanntesten,
die noch auf mindestens acht weitere neugierig machen. Sie sind weniger
ernst als das Kreutzer-Trio, aber geistvolle Unterhaltung, Serenaden
eben, und das nicht ohne Spaß: der fünfte Satz der zweiten
Serenade entpuppt sich regelrecht als Un-Fuge.
Diese schöne CD sollte eine Verpflichtung sein: Meine Herren, die andere Diabellis bitte!
Steven Rings writes in “American Record Guide” –
November 2001
The title of this release is right on:
these trios by Diabelli and Kreutzer are unmistakably
products of the Biedermeier era. Like a painting by Waldmüller, they are
cleanly crafted, inoffensive, and above all elegant. They are also
insubstantial, eminently forgettable, and a bit cloying—again, in
keeping with the Biedermeier era. But when they are taken on their own
terms, and not as failed attempts at Beethovenian pathos, they are
enjoyable enough. The ensemble of Meier, Corti, and Jonkers
is sharp and their renditions are spirited and endearing, as are the
notes that plead Diabelli’s case so eloquently.
Jacques Bonnaure dans “Répertoire” – Octobre 2001
Répertoire : 7
Nouveauté
Stéréo DDD +++
Excellente prise de son, naturelle, dans une espace réaliste pour un tel
ensemble.
Notice +++
Curieuse
idée que d´illustrer un récital consacré à la musique Biedermeier par un
célèbre portrait de Madame Récamier, qui n´a évidemment rien à voir avec
le Biedermeier, même pas l’époque puisque ce portrait du Baron Gérard
date de 1802...
Biedermeier est le patronyme du
bourgeois autrichien. En France, on aurait dit M. Prudhomme. Ce n´est ni
une époque historique ni un mouvement artistique; plutôt une sensibilité
bourgeoise, nostalgique d´un bon vieux temps, aspirant à la tranquillité
et aux bons sentiments, caractéristique de l ‘Autriche des années 1815 à
1848, après Napoléon et avant la révolution.
Les deux compositeurs ici réunis
sont à peu près contemporains de Beethoven. Anton Diabelli
(1781-1858) est surtout connu comme éditeur ; sa pièce la plus célèbre
est la minuscule Valse sur laquelle Beethoven composa ses 33 Variations.
Joseph Kreutzer (1778-1832) n’a rien à voir avec le violoniste
auquel Beethoven dédia sa Sonate, ni avec le compositeur d’opéras
Conradin Kreutzer. C’est un quasi inconnu dont on conserve cependant de
charmantes pièces instrumentales, comme ce Trio.
La formule flûte, violon (ou alto)
et guitare était alors courante et permettait des jeux de timbres
variés. Le choix de l’alto est judicieux car sa sonorité si « sensible »
traduit bien une certaine nostalgie propre à cette musique. L’intérêt
d’un tel programme tout en jolie mélodies, élégantes volutes, émotion
discrète, c’est de montrer qu’a côté des grands noms connus qui
pratiquaient une musique « avancée » vivaient des compositeurs de talent
mais sans le moindre génie qui déroulaient une production utilitaire,
destinée à être entendue plus que vraiment écoutée (on peut ici parler
de musique d’usage – Gebrauchsmusik), héritière de toutes les musiques
de divertissement du XVIIIe siècle, avec en plus un petit sens du
pittoresque et même un brin de romantisme à fleur de peau typiquement...
Biedermeier.
Interprétées comme c’est le cas
ici, avec beaucoup de soin, d’attention et de finesse par des
interprètes soucieux de belles sonorités et de faire vivre le texte, de
telles pages procurent un réel plaisir.
Neue Zürcher Zeitung – 5.
September 2001:
Lohnende Entdeckungen
Von drei vortrefflich harmonierenden
Interpreten inspiriert dargeboten werden die drei hübschen Serenaden der
Beethoven-Zeitgenossen Anton Diabelli und Joseph Kreutzer,
deren sprühendem Spielwitz und anmutiger Kantabilität man mit grossem
Vergnügen lauscht. Auf weitere Ausgrabungen dieser Art darf man gespannt
sein.
Elgin Heuerding schreibt in
“Klassik Heute” – September 2001:
Als Komponist ist Joseph Kreutzer
zwar ein unbekannter, doch dem Ohr nach lässt er sich einordnen. Die
Melodien erinnern, luftig und charmant wie sie sind, ein wenig an
Mozart, der im Trio für Flöte, Viola und Gitarre Op.16 immer
wieder anklingt. Dennoch weist die Behandlung der Instrumente ins frühe
19. Jahrhundert hinein.
Dem „Phantom Joseph Kreutzer“
(so wird er im CD-Booklet der fehlenden biographischen Angaben wegen
betitelt) haben die Musiker Bruno Meier, Nicolas Corti und Han
Jonkers mit dieser Aufnahme einen wunderbaren Dienst erwiesen. Denn
die drei sind ausgesprochen gut aufeinander eingespielt. Sie
transportieren die Feinheiten, die ansprechenden Melodien durch ihre
deutliche , klare und sehr filigrane Musizierweise. Man könnte sich
gelegentlich etwas mutigerer Schwung wünschen, doch ansonsten ist diese
Aufnahme eine reine Freude.
Serenaden des Biedermeier
ist der Titel der CD, und Kreutzers Trio ist mit Antonio Diabelli
kombiniert. Bei letzterem wagt sich das Ensemble ausdrucksmässig etwas
weiter vor. Der Reichtum, der sich in diesen Serenaden verbirgt, kommt
jedenfalls leuchtend zum Vorschein.
Lislot Frei – Schweizer
Radio DRS –7. Juli 2001
Eine CD mit lohnenswerten Raritäten,
mit Eleganz und Leichtigkeit gespielt.
Diether Steppuhn in Fono
Forum – Juli 2001
Die originell besetzten, technisch
anspruchsvollen Stücke lassen den Vormärzstil des Idyllischen oder gar
Sentimentalen weit hinter sich und erweisen sich in dieser inspirierten,
anmutig und virtuos gestalteten Interpretation mit ihren attraktiven
melodischen Einfällen als kunstvolle, schmeichlerische Pretiosen.
While my Guitar was Gently Weeping
Chris Kivington writes in
Classical Guitar - November 1998:
How many CD covers do you see that are
all white? This one, with its now past tense title, is as noticeable as
the Beatles “white” LP, and is almost a statement of intent - back to
the days when rock guitars were (sometimes) played rather than mixed and
remixed, and then slowly squeezed by techno tarts. So, straight in - can
Jonkers hack it, or is he nostalgicising (new word)?
He can hack it. In fact, his
credentials are pretty decent - studies with Ghiglia in Siena and with
Ragossnig, plus various prizes to his credit. He is fluent, firm,
direct, rhythmically tight, with a good clean sound - in other words,
the sort of player you´d want for this repertoire. OK, any
repertoire.
His extensive notes are
interesting and uncluttered by sentimentality -he talks of the watershed
that was Woodstock, but he also says that narcissism was the other
side of the coin that survived the sixties. Right. No matter where,
no matter when, there is always another side of the coin. As
indeed there is to this disc, which leads us into some unfamiliar
classical guitar music of 20+ years ago.
There is real variety here.
Everyone knows the gentle pleasures of Cavatina a classic of its
type and time. Then there are soft blues in the form of the Harry
Sacksioni compositions (or arrangements, in the case of
Scarborough Fair), and jazzy blues from the pen of Charlie Byrd.
Jacques Castérède´s Hommage aux Pink Floyd is well known as
the required piece for the Paris competition of 1973, its accumulation
of thrusting energy always attractive - provided it thrusts, as it does
on this occasion. The other Invention, Rhapsodie, sits
very nicely indeed with.
I was unfamiliar with the work
of Armin Schibler (b. Switzerland 1920); The Black Guitar
was composed between 1964 - 67, yet this is a first recording. Various
tracks are dotted about across the disc, all based upon Negro
spirituals. The style of the different groups is somewhat varied, and I
believe I can see why Jonkers has split them up in this way. Because
is more familiar, an arrangement by Stanley Myers dating back to
John Williams´ Changes LP of 1972, very much a Myers project.
That had Joni Mitchell´s Woodstock on it, too, an anthem of
belief: we are stardust, we are golden.
Schibler´s other contribution to
this programme, Un homme seul, is a powerful work in four
movements of considerable vitality, intensified through some string
slapping and rasguados. The disc concludes with the last of the pieces
from his The Black Guitar, a strong setting of Joshua fit the
battle of Jericho.
An unusual CD, with appeal for
those interested in something out of the ordinary.
Reinhard J. Brembeck
schreibt in Fono Forum September 1997:
Zwischen Blues und Schnulze, zwischen
John Lennon und “Moses in Ägypten”: Der Niederländer Han Jonkers
surft auf seiner klassischen Gitarre zwischen den Stilen. Musik der
sechziger und frühen siebziger Jahre hat er gesammelt und aufgenommen.
Stücke die durchaus eingängig sind, aber (oft) auch viel Substanz
beweisen. Jonkers bietet ein moderat aggressives Spiel, das nie nach
Tiefsinn schielt, sondern frei und gelöst mit den Klängen atmet. Ein
abwechslungsreiches Crossover-Programm der Extraklasse.
A
Swiss Homage to Andrés Segovia
Peter Päffgen schreibt in
Gitarre & Laute 4/1996:
Ein sehr feine Auswahl an Stücken hat
Han Jonkers für diese CD getroffen - Werke von Schweizer
Komponisten unseres Jahrhunderts. Er beginnt mit den großen “quatre
pièces brèves” von Frank Martin, die zu einem zentralen
Gitarrenwerk unserer Zeit geworden sind. Dabei wissen wir, wie schwer es
diese Komposition gehabt hat sich überhaupt im Repertoire zu etablieren,
wir wissen, wie Andrés Segovia, dem das Stück gewidmet war, reagiert
hat. Es folgen Trois pièces à Andrés Segovia
von Henri Gagnebin. Gagnebin war als
Komponist von 1925 bis 1957 Direktor des Genfer Konservatorium und
ebendort hat Segovia zwischen 1930 und 1935 gelebt. Natürlich kannten
sich Gagnebin und Segovia sich und auch aus dieser Bekanntschaft
erwuchsen ein paar Stücke für Gitarre ... die es besser hatten als
diejenigen von Martin. Mindestens der mittlere Satz aus dem kleinen
Zyklus Trois Pièces wurde von Segovia gespielt: Chansons.
Trotzdem gerierten die Stücke in Vergessenheit.
Der Dirigent und Komponist
Hans Haug versuchte sich mehrmals mit der Gitarre. 1950 schrieb er
ein Concertino für Gitarre und Kammerorchester, für das er einen
Kompositionspreis erhielt, 1961 dann Prélude, Tiento und
Toccata, die hier eingespielt sind. Haug war von Segovia als
Kompositionslehrer zu dessen Meisterkursen in Santiago de Compostela
eingeladen worden - dort hat er die Stücke vollendet.
Schließlich ist Ernst Widmer
auf der CD mit fünf Stücken vertreten, an deren Entstehung Andrés
Segovia offenbar unbeteiligt gewesen ist. Widmer wurde 1927 geboren und
ist nach seinem Studium nach Brasilien ausgewandert. Verschiedentlich
hat er für Gitarre geschrieben - hier sind seine Fünf Stücke von
1989 eingespielt.
So viel zur Repertoireauswahl,
die übrigens in einem Booklet hervorragend dokumentiert ist.
Han Jonkers spielt die
überwiegend strukturalistische Musik, die wenig auf Effekte und schon
gar nicht auf billige Effekte baut, mit feiner Delikatesse. Die Stücke
von Widmer am Schluß, sie sind die jüngsten und werden nach meiner
Einschätzung im Gitarrenrepertoire noch eine Rolle spielen, bieten dabei
einen sehr espressiven Ausklang, den Jonkers streckenweise mit großer
Geste zelebriert. Er kann mit den Dimensionen und Proportionen der
Kompositionen hervorragend umgehen, die kleine Welt zwischen “laut” und
“leise” zum Beispiel richtig gestalten - und gerade das ist bei der
Gitarre wegen ihres geringen dynamischen Spektrums schwierig. Eine nicht
nur interessante, eine höchst amüsante Platte!
|